Eröffnung des cyberknife centers hamburg – einmalig in Hamburg
Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks und Bundesärztekammer-
Präsident Montgomery geben Startschuss für neueste Tumortherapie
Foto: Banddurchschnitt mit Prof. Dr. Michael Heinrich Seegenschmiedt, Dr. Georg Stephan
Barzen, Cornelia Prüfer-Storcks, Dr. Frank Ulrich Montgomery, Privat-Dozent Dr. Fabian
Fehlauer (v. l. n. r.); Copyright: cyberknife center hamburg/Persch
Hamburg, 21. November 2011. Einzelne Tumore submillimetergenau mit hoch dosierter
Strahlung beschießen und den Krebs damit förmlich auslöschen – das ermöglicht
ab sofort die Cyberknife®-Methode am cyberknife center hamburg. Zur Einweihung der
weltweit innovativsten Technologie in der Krebsbehandlung waren heute Cornelia Prüfer-
Storcks, Hamburger Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, und Dr.
Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer und Ärztekammer Hamburg,
vor Ort. Gemeinsam durchschnitten sie das rote Band. „Das cyberknife center hamburg wird
Anlaufpunkt für Patienten aus ganz Norddeutschland sein“, so Prüfer-Storcks. Sie hob die zentrale
Bedeutung der Technologie für die Patienten hervor: „Cyberknife ist so schonend wie
möglich, wird ambulant durchgeführt und bietet beste Prognosen.“ Sie wünsche sich
und setze sich persönlich dafür ein, dass zukünftig alle gesetzliche Versicherten Zugang
zu dieser Therapie erhalten könnten. In Hamburg ist es die Knappschaft-Bahn-
See, die als erste gesetzliche Krankenversicherung die Kosten übernimmt.
Auch Dr. Montgomery hob die Vorteile hervor, die der neue deutsche Cyberknife®-Standort
bietet: „Cyberknife® ist ein medizinisch hervorragendes Konzept. Es hilft dabei, eine der besten
Metropolversorgungen Deutschlands zu erhalten beziehungsweise um eine wichtige
Therapie zu ergänzen.“
Cyberknife® zum Anfassen: Demonstration der Radiochirurgie-Methode
Während der Eröffnung des cyberknife centers hamburg an der Langenhorner Chaussee in
der Hansestadt führten die Fachärzte und ihre Mitarbeiter die Funktionsweise des Cyberknife
®-Roboters vor: Der Patient liegt bequem, nicht fixiert und ohne Narkose auf einer Behandlungsliege.
Dabei kreist der computergesteuerte Arm des Cyberknife® um ihn herum und beschießt
den Tumor submillimetergenau und aus bis zu 200 Richtungen mit hochdosierter
Strahlung. Die Therapiesitzung dauert in der Regel 30 bis 90 Minuten, anschließend kann
der Patient nach Hause oder zur Arbeit gehen. Denn die Cyberknife®-Methode verläuft völlig
narkose- und schmerzfrei.
„Virtuelle Klinge“ – extrem beweglich und am gesamten Körper einsetzbar
Cyberknife® steht für eine unsichtbare, „virtuelle Klinge“, die den Tumor entfernt. Denn allein
durch die Präzisionsstrahlung entstehen so starke Erbgutschäden in den Tumorzellen, dass
diese letztendlich absterben. „In der Regel sind nur eine bis maximal fünf Therapieeinheiten
notwendig, um den Krebs regelrecht auszulöschen“, erklärt Privat-Dozent Dr. Fabian Fehlauer.
„Nach jeder Therapie kontrollieren wir einige Wochen oder Monate später den Erfolg
per Kernspintomografie. Dabei können wir deutlich sehen, ob der Tumor entfernt wurde.“ Die
Cyberknife®-Methode ist praktisch am ganzen Körper einsetzbar. Insbesondere für schwer
zugängliche und als inoperabel geltende Geschwülste bietet sie eine neue Behandlungsmöglichkeit.
Denn der Roboterarm des Cyberknife® ist äußerst flexibel. Er vermag es, Bewegungen
des Patienten zu folgen, zum Beispiel wenn dieser atmet. „Damit gewährleistet Cyberknife
®, dass es zielgenau den Tumor trifft und das umliegende, gesunde Gewebe verschont“,
so PD Dr. Fehlauer.