Nuklearmedizinische Gelenktherapie (Radiosynoviorthese)
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,
die Radiosynoviorthese, RSO, dient der lokalen Therapie schmerzhaft entzündeter Gelenke.
Angewendet wird diese Behandlung bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen der Gelenkinnenhaut (Synovialitis), bei wiederholten Gelenkergüssen und Schmerzen wie z.B. Gelenkentzündungen bei Psoriasis (Schuppenflechte), chronischer oder rheumatischer Arthritis, reaktiver Arthritis nach Virusinfektionen oder PVNS (pigmentierter villonudulärer Synovialitis), chronischem Gelenkerguß unklarer Genese.
Voraussetzung für die Behandlung ist der Nachweis einer Entzündung der Gelenkschleimhaut mittels einer aktuellen Skelett-Szintigraphie oder eines Kernspin-Tomogramms.
Nach Aufklärung und Besprechung erfolgt am Therapietag eine Injektion mit einer radioaktiven Substanz in das Gelenk. Die Anreicherung der Substanz in der Gelenkschleimhaut führt zu einer energiereichen Bestrahlung des betreffenden Areals. Schwere schmerzhafte Beschwerden und Ergussbildungen im Gelenk nehmen ab. Die RSO wird im Liegen durchgeführt. Nach Beendigung der Therapie wird ein straffer Verband und eventuell eine Schiene angelegt um zu vermeiden das durch Beugung und Bewegung des Gelenkes ein Abfluß der applizierten Substanz erfolgt. Der Verband sollte 2 - 3 Tage verbleiben.
Innerhalb der ersten 7 Tage nach Therapie sollte eine starke Belastung des Gelenkes vermieden werden.
Die verwendete radioaktive Substanz ist sehr gut verträglich, Nebenwirkungen oder Allergien sind nicht bekannt.
Bitte planen Sie für die Therapie ca 1 Stunde ein.