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Nuklearmedizinische Schmerztherapie bei Knochenmetastasen

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,


die nuklearmedizinische Schmerztherapie wird bei Patienten die von einer Vielzahl schmerzhafter Knochenmetastasen befallen sind und durch Medikamente oder Strahlenbehandlung nicht ausreichend behandelt werden können durchgeführt.

Die Therapie kann nur dann angewendet werden wenn ein akutelles Knochenszintigramm, von nicht älter als 4 Monaten, vorliegt und hier vorhandene Knochenmetastasen sichtbar sind, die Schmerzen im Bereich der Metastasierung lokalisiert wurden, keine frischen Knochenbrüche oder eine Gefährdung von Knochenbrüchen besteht sowie ausreichende Blutplättchen und weiße Blutkörperchen im Blutbild vorhanden sind.

Am Untersuchungstag wird eine radioaktiv markierte Substanz mittels einer Infusion in die Vene injeziert, die sich wie bei einer Skelett-Szintigraphie in den Knochen einlagert. Im Bereich der Knochenmetastasen ist die Anreicherung deutlich höher was durch den Knochenstoffwechsel bedingt ist. Durch die von der Substanz ausgehenden Strahlung wird bei ca 80% der Patienten eine deutliche Schmerzminderung erzielt.

Um die nicht an den Knochen gebundene Radioaktivität auszuscheiden sollten Sie nach der Infusion möglichst viel trinken.

2 Stunden nach Gabe des Präparates wird eine Ganzkörperaufnahme wie bei einer Skelett-Szinitraphie angefertigt um die Anreicherung in den Metastasen zu dokumentieren.

Die verwendete radioaktive Substanz ist gut verträglich,  akute Nebenwirkungen  sind nicht bekannt. Nach 1 – 2 Wochen ist mit dem Eintreten der Wirkung zu rechnen.

Die nächsten 2 Monate sollten Sie von Ihrem Hausarzt ca 1 x pro Woche eine Blutentnahme durchführen lassen um das Blutbild zu kontrollieren. Es kann durch die Therapie zu einem nicht behandlungsbedürftigen Abfall der Blutplättchen und der weißen Blutkörperchen kommen, was sich aber nach ca 2 Monaten wieder normalisiert.

Bitte planen Sie für diese Untersuchung 3 Stunden ein.