WAS IST STRAHLENTHERAPIE?
Die Strahlentherapie, auch Radiatio oder Radiotherapie (RT) genannt, ist neben der chirurgischen und medikamentösen Therapie eine der 3 Therapiesäulen bei der Tumorbehandlung (siehe auch " WAS IST KREBS "). Darüber hinaus hat eine Strahlenbehandlung auch bei der Therapie einiger entzündlicher oder degenerativen Gelenkerkrankungen (sog. Röntgenreizbestrahlung) eine wichtige Bedeutung.
Bei der Strahlentherapie werden sog. „ionisierende Strahlen“, die biologische Veränderungen hervorrufen, verwendet. Hauptsächlich sind dies Röntgen- und Gammastrahlen sowie Elektronen höherer Energie. Die Röntgenstrahlen entsprechen denen in der Röntgendiagnostik, allerdings mit höherer Intensität und Dosis. Die Krebstherapie (Onkologie), ist ein Sammelbegriff für die medizinischen Disziplinen, welche an Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Tumorerkrankungen beteiligt sind. Daran ist die Strahlentherapie (Radioonkologie) nicht unerheblich beteiligt, nämlich bei ca. 50% aller Tumorheilungen (kurative Therapie) und bei 70% aller symptomatischen Behandlungen (palliative Therapie). Eine Kombination mehrerer Therapien verschiedener Fachrichtungen (multimodal, interdisziplinär) ist dabei die Regel. Ziel der Strahlentherapie ist bei der Behandlung von Tumoren die möglichst vollständige Zerstörung der Tumorzellen. Durch moderne Techniken wird die Belastung gesunder Gewebe und Organe so gering wie möglich gehalten. Dadurch werden die Verträglichkeit der Bestrahlung erhöht und die Nebenwirkungen gesenkt.