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Röntgen-Reiz-Bestrahlung



Starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen durch chronischen Gelenk-, Knochen-, Knorpel- oder Weichteilerkrankungen belasten oftmals viele Menschen trotz langjähriger oder intensiver Behandlung. Häufig werden leider auch nach fachgerechter Krankengymnastik, zeitweiligen Ruhigstellung der betroffenen Gelenke, lokalen oder medikamentöser Schmerztherapien sowie ergänzenden Therapieverfahren (z. B. Akupunktur) keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt, sodass die Lebensqualität weiterhin eingeschränkt bleibt. Wenn die herkömmlichen Therapiemöglichkeiten jedoch weitgehend erschöpft sind, besteht für diese Patienten begründete Hoffnung auf komplette oder nahezu vollständige Schmerzlinderung durch eine sogenannte „Röntgen-Reiz-Bestrahlung“. Mit dieser speziellen Therapieoption kann vielfach auch eine wesentliche Verbesserung der Bewegungsmöglichkeiten erreicht werden. Das ist das Resultat langjähriger Erfahrungen in der praktischen Strahlentherapie und vieler klinischer Studien, die sich mit dem Einsatz niedrig dosierter Strahlen zur örtlichen Schmerzbekämpfung befassen. Der hier dargestellte Katalog bezieht sich auf eine Auswahl. Bitte sprechen Sie uns im Einzelfall gerne an.

Röntgen-Reiz-Bestrahlung zur Schmerzlinderung bei Verschleißerkrankungen der Gelenke („degenerative Gelenkerkrankungen“) und gutartige Erkrankungen 

Knie-Arthrose (Gonarthrose)

Hüft-Arthrose (Coxarthrose)

Fersensporn (Kalkaneodynie)


Achillessehnenreizung (Achillodynie)

Schmerzhafte Schultersteife (Periarthropathia humeroscapularis)

Tennisellenbogen, Golferarm (mediale und laterale Epicondylopathie)


Vermeidung von Verknöcherungen nach Gelenksoperationen (heterotope Ossifikationen)

Sehnenverkürzungen an Händen und Füßen (Morbus Dupuytren und Ledderhose)

Die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung niedrig dosierter Röntgenstrahlen ist in der Vergangenheit immer wieder festgestellt, nachgewiesen und dokumentiert worden. Die Zahlen der Studien sprechen für sich: Über völlige Schmerzfreiheit oder eine wesentliche Verbesserung ihres Zustandes nach einer Therapie mit niedrig dosierten Strahlen berichteten


• 80% der Patienten mit Schmerzen im Schulterweichteil-Bereich
• 80% der Patienten mit Schmerzen im Ellenbogen- bzw. Unterarm-Bereich
• 60% der Patienten mit Kniearthrose
• 90% der Patienten mit Fersensporn
• 60% der Patienten mit Schulterarthrose
• 80% der Patienten mit Hüftarthrose
• 50% der Patienten mit Daumenarthrose.

Bei allen Patienten waren im Vorfeld die »konventionellen« Therapieverfahren ohne Erfolg angewandt worden. Bei Hüftarthrose kann ein Gelenkersatz unter Umständen verzögert werden.

Zu den oben beschriebenen Strahlentherapien überweist Sie in der Regel der behandelnde Orthopäde, Chirurg oder Allgemeinmediziner. Mit der Therapie sollte möglichst frühzeitig begonnen werden, nämlich sobald absehbar ist, dass die vorherigen Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg haben. Auf jeden Fall sollte die Strahlentherapie eingesetzt werden, bevor über Umschulungen oder Berentungen entschieden wird.

Dieses Behandlungsverfahren ist für den Patienten in der Regel nicht belastend und Risiken sind äußerst gering, da akute oder chronische Reaktionen sind bisher nicht beobachtet worden. Ein Zusammenhang zwischen einer Behandlung mit niedrig dosierten Strahlen und einer späteren Krebserkrankung ist medizinisch nicht nachgewiesen und kann jedenfalls bei Patienten jenseits des 40. Lebensjahres praktisch ausgeschlossen werden.

Eine Röntgenreizbestrahlung mit niedrig dosierten Strahlen eines Linearbeschleunigers hat eine bessere Wirkungsweise als oberflächlich wirkende Bestrahlungstechniken. Die Therapie erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 Wochen mit insgesamt 6 Bestrahlungen. Eine Bestrahlung dauert etwa eine Minute. Bestehen danach dennoch Restbeschwerden, kann die Therapie nach 6–8 Wochen wiederholt werden.
Im Laufe der Behandlung kommt es gelegentlich kurzfristig zu einer Schmerzintensivierung, die wir allerdings als positives Zeichen werten ist. Meist schließt sich hieran eine spürbare Besserung an, die sogar bis hin zur völligen Schmerzfreiheit gehen kann.
Mit dem Rückgang der Schmerzen ist in der Regel auch ein deutlicher Rückgang der Bewegungseinschränkungen verbunden; nicht selten lässt sich sogar die volle Funktionsfähigkeit wiederherstellen, wodurch die Lebensqualität des Patienten gesteigert werden kann.